Mit rund 500 Euro unterstützte unser Verein das Al Raduan Krankenhaus. Damit konnte das Krankenhaus eine rund 1000,- Euro teure Wasserpumpe anschaffen, welche die Wasserversorgung des gesamten Krankenhauses sicherstellt.
Auf der Neugeborenenstation des Al-Raduan-Krankenhauses konnten wir allein sieben Säuglingen – darunter auch zwei ausgestoßene Kinder – helfen, indem wir Geld (110,- Euro) für Medikamente und Flüssignahrung zur Verfügung stellten.
Malak hatte eine wiederkehrende Entzündung der Mandeln. Diese sollten operativ entfernt werden. Die Kosten für die Operation, 230 Ägyptische Pfund (ca. 35,- Euro), konnte die Familie nicht aufbringen, denn der Vater muss mit einem Monatsgehalt von 648 Ägyptischen Pfund (ca. 90,- Euro) eine sechsköpfige Familie ernähren. Unser Verein entschied, die OP-Kosten zu übernehmen, konnte dem Dreijährigen somit helfen und den Eltern die Sorge um die Gesundheit ihres Kindes nehmen.
Mustafa leidet seit dem Jahr 2007 an einer Hautkrankheit. Große Flecken bedecken das Gesicht und den Körper des 17-Jährigen. Der Blick in den Spiegel bereitet ihm ebenso viel Unbehagen wie die Blicke der Freunde, Mitschüler oder der Leute, die ihn auf der Straße neugierig mustern und Angst vor einer Ansteckung haben.
Oft fühle er sich wie ein Monster, wie er selbst sagt. Eine psychologische Betreuung oder medikamentöse Behandlung kam aus Kostengründen nicht in Frage, denn das Geld ist knapp. Mit seinem Vater, der als Hausmeister arbeitet, seiner Mutter und drei Geschwistern lebt Mustafa in einer nur 40 Quadratmeter großen Wohnung.
Vereinsmitglieder besuchten die Familie zu Hause und spürten die Verzweiflung des jungen Mannes. Der Verein finanzierte daraufhin nicht nur den Besuch beim Hautarzt, sondern auch die Behandlung durch einen Psychologen sowie Medikamente, die über zwei Monate eingenommen werden mussten. Alles zusammen kostete 447 Ägyptische Pfund (ca. 57,- Euro).
Das Leben der 14-jährigen Ahlam veränderte sich schlagartig, als sie vor eineinhalb Jahren von einem Kleinlaster überrollt wurde. Sie erlitt multiple Knochenbrüche, musste mehrfach operiert werden und leidet noch heute Tag und Nacht an starken Schmerzen. Nur hoch dosierte Medikamente helfen ihr, die Schmerzen zu ertragen. Viele Menschen haben die Familie unterstützt, um eine weitere Operation zu ermöglichen, die für etwas Linderung sorgte. Auch unser Verein konnte einen Beitrag leisten und bezahlte die Medikamente (rund 30 Euro) für die nachfolgenden drei Monate.
Sobi ist ein fröhliches Kind. Vor einem Jahr bekam er Probleme mit seinen Augen. Verschwommensehen und starke Schmerzen beeinträchtigten seinen Schulalltag und seine Lebensfreude. Augentropfen, die die Ärzte verschrieben hatten, zeigten keine Wirkung. Man riet den Eltern zu einer Operation. Deren Kosten: 20.000 Ägyptische Pfund (ca. 3000,-Euro). Für die Familie ein Vermögen, denn der Vater arbeitet in einer Fabrik und bringt monatlich lediglich rund 100,- Euro nach Hause.
Doch die Eltern entschieden, den Großteil ihres Mobiliars zu verkaufen sowie bei Freunden und Verwandten Geld zu leihen. So konnte die Operation erfolgreich durchgeführt werden. Leider fehlte das Geld für die Medikamente, die der Neunjährige für die nächsten drei Monate nach der OP benötigte. Mit dem Kauf der Medikamente, die umgerechnet 13 Euro kosteten, konnte unser Verein dieser Familie ein wenig helfen.
Habibas Krankengeschichte geht zu Herzen. Im Alter von vier Jahren erlitt sie ihren ersten Krampfanfall. Damals war sie ein fröhliches und völlig normal entwickeltes Kind. Die Ärzte fanden keine genaue Ursache und verschrieben Medikamente. Die Anfälle blieben, wurden stärker und beeinflussen seitdem das Leben der ganzen Familie. Habiba, erlitt täglich mehr als zehn Anfälle, so dass sie im Laufe der letzten Jahre zu einem Pflegefall wurde. Selbstständiges Essen, Anziehen oder Laufen waren nicht mehr möglich.
Im Sommer 2010 holte unser Verein Habiba und deren Mutter nach Deutschland. In der Kinderklinik des Klinikum Fulda wurde sie kostenlos behandelt. Eine umfangreiche Diagnostik schloss mögliche Ursachen für die Krampfanfälle aus. Habiba bekam neue Medikamente, die sie bislang gut verträgt und die ihr ein halbwegs normales Leben ermöglichen. Heute hat sie „nur“ zwei oder drei Anfälle am Tag, kann alleine laufen und aktiv am Familienleben teilnehmen. Es besteht weiterhin Kontakt zu den Fuldaer Ärzten und wir unterstützen Habibas Familie, indem wir die notwendigen Medikamente finanzieren.